» » Die Tagebauern

Die Tagebauern

Ende Dezember war ich mit ein paar anderen Landschaftsfotografen losgezogen und wir haben die Kohlekraftwerke der Umgebung fotografiert. Jetzt sind wir der Spur der Kohle gefolgt und haben uns mal einen Tagebau vorgenommen.

Wat'n Loch!

Wie auch schon bei der Kraftwerkstour war ich auch heute wieder mit Silke Schüttler, Reinold Gober und Thomas Zilch unterwegs. Dieses Mal waren aber außerdem noch Stefan Brune und mit Peter Wagner und Jörg Braun auch noch zwei weit gereiste Saarländer mit von der Partie.

Seit zweieinhalb Jahren fahre ich nun schon zweimal täglich am Tagebau Garzweiler vorbei und so manches Mal habe ich mir schon gedacht, dass man da jetzt mal ein Foto machen müsste. Doch gemach habe ich es bisher nicht. Wenn aber schon extra Fotografen aus dem Saarland anreisen, ist das Motiv vielleicht doch reizvoller, als der innere Schweinehund einem das Tag für Tag suggeriert.  

Besonders reizvoll sind neben den beeindruckend großen Tagebauen natürlich die Braunkohlebagger. Diese stählernen Ungetüme zu fotografieren ist allerdings gar nicht so einfach. Denn einerseits verlegen sie ständig ihre Standorte und andererseits kommt man nur an wenigen Stellen legal nah genug an den Tagebau heran. Und dank der Proteste in Zusammenhang mit dem Hambacher Forst, ist der Werksschutz wirklich sehr sensibel und mit Anzeigen auch nicht knausrig.

Das Wetter spielt mit

Dank der gestrigen Vorarbeit von Reinold wussten wir schon halbwegs genau, wo die Bagger aktuell arbeiten und konnten nach einem ersten Kennenlernen zu unserer ersten Location aufbrechen.

Zu unserer großen Freude hat der seit einer Woche stur gutes Fotowetter ankündigende Wetterbericht Recht behalten. Tolle Wolken und immer mal wieder genug Lücken für die Sonne haben für tolle Wolkenbilder gesorgt. Und zum Sonnenuntergang hat die Sonne uns ein paar kurze Momente mit tollem, rotem Licht geschenkt. Ich hatte nicht damit gerechnet, aber die Location war erstaunlich gut geeignet, um meine neuen Haida GND Hard in verschiedenen Stärken einmal kennen zu lernen. Bisher hatte ich fast immer mit Soft-GND Verlaufsfiltern fotografiert. Dabei habe ich bewusst die Grenzen des Machbaren ausgelotet, woraus der relativ brachiale Look der Bilder resultiert.

Ich für meinen Teil werde die Kamera jedenfalls in Zukunft mal wieder häufiger im Auto dabei haben und auf dem Weg von der Arbeit mal das eine oder andere Foto vom Tagebau machen.

Die Beute

3 Antworten

  1. Peter
    | Antworten

    Tolle Tageszusammenfassung, klasse geschrieben.
    Hat mich gefreut dich kennenzulernen.

  2. Jörg
    | Antworten

    Hallo Christian, tolle Doku von unserer Kohletour.

    LG – Jörg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.