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Review compagnon explorer

Vom Schönling zum Frontschwein

Foto: compagnon

Man nehme den äußerst beliebten und ausgesprochen erfolgreichen "compagnon the backpack", der visuell besonders durch sein Rolltop auffällt, packt eine Menge Detailverbesserungen hinzu sowie die besten Materialien und ein komfortables Tragesystem aus dem Sortiment des Rucksackprofis Deuter - heraus kommt "the explorer backpack".

Die DNA des seit dem 18.10. bei kickstarter präsentierten Rucksacks klingt äußerst vielversprechend. Doch kann der Rucksack halten, was die Bestandteile versprechen? Auf meiner Fotoreise in die Bretagne hatte ich einen frühen Prototypen der großen Version, also des "explorer backpack+"  dabei und konnte so ein sehr gutes Bild vom neuen compagnon Rucksack machen. 

Ich muss zugeben, ich liebäugle schon länger latent mit dem backpack von compagnon. Der schicke Rucksack aus Waxed Canvas und Leder ist wirklich extrem schick und inzwischen in vielen wirklich tollen Farbkombinationen erhältlich. Aber im Foto-Alltag bin ich eher der Schultertaschen-Typ und wenn ich mal einen Rucksack benutze, dann unter relativ rauen Bedingungen, bei denen es auf geringes Gewicht, Tragekomfort und hohe Widerstandsfähigkeit ankommt. Und ehrlich gesagt wäre mir dieser edle Rucksack auch einfach zu schade, um ihn kompromisslos in der Landschaftsfotografie einzusetzen. Ich sehe ihn eher als Tagesrucksack eines Hochzeits- oder Peoplefotografen. Auch das Rolltop hat mich bisher nicht richtig geflasht. Doch das könnte sich ja jetzt ändern.

Wie unterscheidet sich der explorer backpack vom herkömmlichen backpack?

Zunächst einmal fällt natürlich das Material auf. Statt aus Waxed Canvas und Leder bestehen die explorer backpacks aus einem sehr widerstandsfähigen, wasserabweisenden 450 D Nylon-Material sowie einem Hypalon-Bodem. Neu ist ebenfalls ein seitlicher Schnellzugriff auf das Kamerafach. Auch das große Frontfach sowie die große Seitentasche sucht man beim backpack bisher vergebens. An beiden Seiten des explorer backpacks lässt sich nun ein Stativ befestigen. Einen im wahrsten Sinne spürbaren Unterschied macht auch das Deuter Alpine Tragesystem. Auch die Schnalle, die das Rolltop arretiert ist nicht aus Metall, sondern besteht aus einem magnetischen Kunststoffmechanismus. Außerdem wird das explorer backpack in zwei Größen erhältlich sein.

Was ist geblieben?

Das Grundkonzept des backpacks ist geblieben. Der explorer wird nach wie von hinten beladen. Oben findet sich das Rolltop, das das Fassungsvermögen enorm vergrößert. Hier fanden bei mir vor allem Jacke und Verpflegung Platz. Die Innenraumaufteilung lässt sich mittels dicker Klett-Teilern in bewährter Form flexibel anpassen und auch die beliebten Klett-Zubehörtäschchen sind beim explorer backpack natürlich dabei. Auch der Laptop wird weiterhin im Rückdeckel verstaut.

Was war drin?

Es musste eine Menge rein, in den Rucksack. Ich bin mit folgender Ausrüstung in die Bretagne gereist:
Zwei Fujifilm-Systemkameras, sieben Objektive, Blitzgerät, Haida Filterhalter mit zehn Filtern 100 mm, Levono Thinkpad T460s, Carbon-Stativ, Manfrotto Pixie und natürlich massenhaft Kleinkram wie Powerbank, Ladegerät, Akkus und Speicherkarten.
Und nicht zu vergessen: eine (Regen-) Jacke, eine große Wasserflasche, ein Schirm und etwas zu Essen. Also nicht gerade wenig, kein Problem für den großen "explorer backpack+".

3 Antworten

  1. Peter
    | Antworten

    Hallo Christian,
    schöner Bericht über den neuen Explorer. Ich bin auf jeden Fall schonmal gespannt, habe ja auch immer mal wieder auf den Backpack geschielt, ihn aber am Ende doch nie gekauft. Hab mich grade (nach dem Lesen deines Reviews) dazu entschieden ihn mal bei kickstarter zu finanzieren. 16L kommt mir jedoch etwas klein vor, daher hab ich den 25iger genommen. Wird das Material auch so schnell dreckig wie beim Backpack bzw bekommt man den Dreck einfach wieder ab?

    LG
    Peter

    • Christian Ohlig
      | Antworten

      Hey Peter, das wirst du nicht bereuen. Ich denke, dass das imprägnierte Kunststoffmaterial ersten nicht so schnell verschmutzen wird und zweitens leichter zu reinigen ist. Aber da ich den Canvas-Backpack nicht habe, kann ich das nicht aus eigener Erfahrung sagen. LG Chris

  2. […] Du also Interesse an dem Rucksack hast, dann schau Dich auf der Kampagnen-Seite um oder lies das Review von Christian Ohlig, der ein Pre-Production Exemplar bereits im Einsatz testen […]

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