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Peak Design Every Day Backpack 30L

Das Warten hat ein Ende. Der Everyday Backpack ist da. Meine ersten Eindrücke.

Lange habe ich darauf gewartet, kurz vor Weihnachten ist er gekommen: der Everyday Backpack 30L in Charcoal von Peak Design. Ich habe ja bereits den Everyday Messenger 13" in Benutzung und damit bereits beste Erfahrungen gemacht. Aber für meine komplette Ausrüstung und zusätzliches Tagesgepäck, wie man es für eine Fotoreise braucht, ist der Messenger einfach zu klein.

Deshalb habe ich die neuen Produkte, die Peak Design im Herbst angekündigt hat, besonders interessiert. Ich habe mich für den großen Backpack (30 Liter) entschieden. Jetzt ist er ein paar Tage bei mir und nachdem mein Fotokumpel "Taschenfreak" Jörg Langer quasi im Vorbeigehen beim Treffen der unanonymen Fotofreaks seine Eindrücke zu meinem Rucksack bereits veröffentlicht hat, möchte ich nun auch noch meine Eindrücke dazu schildern.

Die Features

Ich könnte mir jetzt die Finger über die unzähligen Features des Backpacks wund schreiben. Aber zum Glück hat Peak Design diese Woche ein Video veröffentlicht, in dem alle Features ausführlich erklärt werden. Und da das so viele sind, dauert das Video auch eine satte halbe Stunde.

 

Daneben gibt es inzwischen eine Menge Video-Rezensionen. Die Features sollten also hinlänglich bekannt sein. Aber was auf der Webseite gut klingt oder einen durchdachten Eindruck macht, muss ja in der Realität nicht unbedingt funktionieren.

Mein Eindruck

Meine Erwartungen waren nach den guten Erfahrungen mit dem Messenger hoch. Und um es kurz zu machen: Sie wurden noch übertroffen.

  • Der Everyday Backpack ist wirklich bis ins letzte Detail durchdacht und steckt voller guter Ideen. Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend.
  • Von außen ist er nicht besonders groß und sieht nicht wie der typische Fotorucksack aus.
  • Von innen der Rucksack ein ein echtes Raumwunder. Wie erhofft, findet darin meine komplette Fotoausrüstung Platz und es bleibt noch genügend Raum für Tagesgepäck.
  • Das Konzept der seitlichen Beladung ist ein großer Vorteil. So kann man den Rucksack immer am Körper behalten, wenn man in be- oder entladen will und muss ihn nicht wie bei vielen anderen Rucksäcken (im Dreck) ablegen, um an die große Rückklappe zu kommen. Das war in meinen Augen immer das große Manko der meisten Fotorucksäcke.
  • Die Materialien sind hervorragend gewählt und die vielen, kleinen speziell für Peak Design hergestellten Details begeistern.
  • Die größte Überraschung: Selbst voll beladen trägt sich der Everyday Backpack extrem angenehm. Da kann mein Loewpro Rucksack nicht ansatzweise mithalten.
  • Peak Design hat sich mit diesem Rucksack selbst übertroffen. Viele Features wie z.B. die Divider wurden noch verbessert. Diese sind jetzt zweischichtig. So entstehen einzelne Fächer.

 

20 oder 30 Liter - welchen soll ich nehmen?

Diese Frage habe ich mir ziemlich oft gestellt. Letztendlich habe ich mich für den Everyday Backpack 30L entschieden. So sehr ich bei meinen Schultertaschen mag, dass diese nur so groß wie absolut nötig sind: Beim Rucksack bin ich extrem froh, dass ich die größere Variante gekauft habe. Denn was man oft nicht bedenkt: Abgesehen davon, dass die Fotoausrüstung mit der Zeit erfahrungsgemäß eher wächst als schrumpft, nimmt man zu Anlässen, bei denen man einen Rucksack benutzt, ja meistens nicht nur die Fotoausrüstung mit. Verpflegung, Kleidung, Unterlagen etc. wollen ja auch noch transportiert werden. Zwar ist meine spiegellose Fotoausrüstung mit 1,5 x Crop wirklich kompakt, aber mit dem 20L Backpack hätte ich wieder vor dem Problem gestanden, dass wirklich nur die Fotoausrüstung uns sonst nichts Platz findet. Ich kann deshalb jedem, der den Rucksack für Fotoreisen und -tagestrips nutzen will, nur zu dem 30L-Backpack raten. Auch der "große" Backpack wirkt auf dem Rücken nicht riesig. Und zu viel Platz ist erfahrungsgemäß besser als zu wenig Platz.

Vergleichsfotos der beiden Größen findet ihr hier.

 

Mein Fazit

In der Kickstarterkampagne sehen alle Produkte immer grandios aus. In der Realität ist das manchmal ganz anders. Nicht so bei Peak Design. Alle Versprechen des Herstellers werden voll eingelöst. Ich kann diesen Rucksack bisher uneingeschränkt empfehlen und freue mich auf die Ausflüge und Reisen, die ich mit ihm absolvieren werde.

 

 

In Deutschland wird der Rucksack übrigens von enjoyyourcamera verkauft, mit denen ich bisher auch nur beste Erfahrungen gemacht habe.

 

Natürlich werde ich auch noch eine Review schreiben, wenn ich intensivere Erfahrungen mit dem Backpack sammeln konnte.

7 Antworten

  1. Frank
    | Antworten

    Ich hatte das schon beim Taschenfreak kommentiert:

    Super Teil, ich habe den 30L in hellgrau und bin ebenso begeistert.

    Einzig die Gurte könnten länger sein. Die sind bei mir am anschlag.

    Und eine Tasche wie beim LowePro, die man mit Klett in den Backpack kleben kann, wäre auch noch eine gute Idee.

    So liegt bei mir auch die FieldPouch in braun (ich habe zwei, eigentlich hängt eine davon am Messenger 15 – Gurt) lose im Backpack.

    Ansonsten mache ich es ähnlich wie du. Täglich und mit kleiner Ausrüstung den Messenger Bag und für Reisen den Backpack.

    Toll, dass er nicht so groß aussieht und auch voll handgrpäcktauglich ist, hatte ihn schon mit auf Dienstreise.

    Ach so, meine Austüstung besteht aus einer großen DSLR mit 100-400, 85mm, 50mm, 35mm und 34mm. Passt locker rein mit 15 Zoll MacbookPro und dann ist noch Platz für einmal Unterwäsche! 🙂 😀

    Im Messenger wir es dann schon eng nur für Kameraausrüstung und ich muss eines der kleinen Objektive auf der Kamera lassen. Und das große bleibt zuhause.

    Viele Grüße! Frank

  2. Bernhard
    | Antworten

    Ich kann dem nur zustimmen. Hab ihn jetzt auch seit kurz vor Weihnachten. Ein großer Vorteil allerdings ist, wenn man den Field Pouch noch hat. Den kann man super für oben drauf verwenden und Sachen die man in die unzähligen kleinen Fächer in den Seiten nicht unterbringt. Kleinzeug habe ich meinen Every Day Messanger besser verstauen können. Ansonsten wieder grandios das Teil. Aber auch nicht ganz billig dafür dass es nicht aus Leder ist.

    • cohlig
      | Antworten

      Das geht mit genauso. Ohne den Field Pouch wären sowohl der Messenger als auch der Backpack nur halb so gut nutzbar.

      • Bernhard
        | Antworten

        Ich finde im Messenger ist der Field Pouch nicht soooo passend. Da ist das Fach einfach zu klein. Jedenfalls in meinem „alten“ Messenger Bag.
        Jetzt nutze ich den Field Pouch gerne, da die kleinen Fächer in den Seiten einfach nicht soviel Stauraum haben, wie das große Fach vorne am Messenger Bag. Was ich am meisten mag am Bag Back ist die Möglichkeit ohne große Probleme (wie beim Messenger) das Teil an einen Trolley zu befestigen.

        • Frank
          | Antworten

          Ich habe die Field Pouch auf den Riemen des Messengers geschoben. Klappt ganz gut.

          • Bernhard
            |

            Gute Idee – ist das nicht ein wenig sperrig? Muss ich vielleicht auch mal probieren, sollte ich unbedingt den Messenger nehmen wollen. Gruß. Bernhard

          • Frank
            |

            Ne, gar nicht.

            Leider dreht sie sich manchmal weil der Riemen an der Stelle nicht hart genug ist.
            Und der Klettverschluss muss natürlich funktionieren.

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