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Review: Peak Design Field Pouch

Die Tasche in der Tasche

Wie ich in meiner Review zum Everyday Messenger Bag bereits geschrieben habe, lag es vor allem, am Field Pouch, dass ich den Messenger so gut finde. Warum das so ist, versuche ich in dieser Review zu erklären.

Aber was genau ist es, was ich an Field Pouch so mag? Ich glaube, es ist die Vielseitigkeit. Der Field Pouch kann unterschiedlichste Aufgaben übernehmen. Auf meiner Reise nach Südfrankreich war er meine Filtertasche. Er eignet sich überhaupt für jede Art Zubehör, das man nicht lose in der Fototasche herumfliegen haben will. Aber auch als Fototasche für das "kleine Besteck" eignet er sich bestens, kann man doch zwei Fuji-Festbrennweiten und allerlei Krempel in ihm unterbringen. Und zu guter letzt kann man ihn auch noch als Herrenhandtäschchen benutzen. Aber der Reihe nach.

Was ist der Field Pouch?

Der Field Pouch ist eine kleine, moderat gepolsterte Tasche, die aus dem gleichen Stoff gefertigt ist, wie die großen Peak Design Taschen. Auch den Field Pouch gibt es in den Farben Charcoal und Heritage Tan. In den insgesamt sechs separaten Fächern, von denen sich zwei mit einem Reißverschluss verschließen lassen und dem Hauptfach findet allerlei Fotoausrüstung bzw. Zubehör Platz. Die Polsterung besteht aus dem gleichen Kunstfilz, mit dem alle Fototaschen von Peak Design geplostert sind. An der Vorderseite befindet sich noch eine Befestigungslasche für den Capture Clip von Peak Design.

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Neben dem Hauptfach stehen sechs Fächer zur Verfügung, um das Zubehör übersichtlich und sicher zu verstauen.

Der Deckel des Field Pouch wird mit zwei Klettstreifen geschlossen. Die inneren Netztaschen bestehen aus einem sehr flexiblen Material, was auch das Verstauen kleinerer Festbrennweiten ermöglicht. Dahinter liegen zwei weitere Taschen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Pouches finden sich hinter einem durchgehenden Reißverschluss zwei weitere Taschen. 

Flexibel für unterschiedliche Zwecke

Seine enorme Flexibilität bekommt der Field Pouch durch die Konstruktion des Verschlusses. Der Deckel lässt sich in unterschiedlichen Höhen schließen, wodurch das Ladevolumen der Tasche sehr flexibel ist. Da der Deckel wie ein Rüssel konstruiert ist, schließt er in jeder höhe sehr sicht, sodass man keine Sorge haben muss, den Inhalt der Tasche zu verlieren. Es ist schwer, das mit Worten zu beschreiben. Schaut euch einfach die Bilder an. 😉

Was für eine Tasche ist denn der Field Pouch nun genau?

Das Gute ist: Der Field Pouch ist genau die Tasche, die man haben will: Entweder man benutzt ihn als Zubehörtasche, die man in seiner Fototasche dabei hat. Und gerade bei einer Tasche wie dem Everyday Messenger Bag ist eine solche Tasche eine große Bereicherung.Doch auch als Gürteltasche und als Schultertasche lässt sich der Field Pouch nutzen. Auf der Rückseite der Tasche finden sich zwei Schlaufen, mit denen sich der Pouch an einem Gürtel befestigen lässt. Auf der Rückseite der Tasche finden sich serienmäßig zwei Anker für die Peak-Design-typischen Schutergurte. Besitzt man passende Gurte, lasst sich der Field Pouch somit zur Schultertasche umbauen. Ich benutze mit dem Field Pouch den Slide-Lite Schultergurt, der meiner Meinung nach genau die richtige Breite hat und sich in wenigen Sekunden befestigen und lösen lässt.

Wie benutze ich den Field Pouch?

Ich habe den Field Pouch auf meiner Reise nach Südfrankreich als Tasche für meine Filter benutzt. Der größte Vorteil war, dass ich meine kompletten Filter in einer separaten Schultertasche dabei haben konnte, ohne immer die komplette Tasche mit mir herumzutragen. Das hatte besonders in den zahlreichen Flüssen und Bächen, in denen ich herumgelaufen bin. Schlimmstenfalls wären nur die Filter nass geworden und nicht die komplette Fototasche.

Der Field Pouch als Filtertasche für die Landschaftsfotografie.
Der Field Pouch als Filtertasche für die Landschaftsfotografie.

In meinem Filter-Pouch hatte ich folgendes Filterzubehör dabei:

  • Mindshift Filter Hive Mini mit
    • Haida 100 GND 0,9 Soft und GND 1,2 Soft
    • Haida 100 ND 3,6
    • Haida Polfilter für Filterhalter
    • Haida 100 Filterhalter
  • Haida ND 0,9 & ND 1,8 & ND 3 Schraubfilter
  • Adapterringe für Schraubfilter
  • Microfaser-Tuch

Im Mindshift Filter Hive Mini sind meine Steckfilter sicher und leicht erreichbar verstaut. den Deckel des Etuis hatte ich dabei meisten nach hinten geschlagen, um schnell an die Filter zu kommen. Für meine Schraubfilter habe ich mir jeweils Etuis von Schneider Kreuznach gekauft. Darin sind die Filter ausreichend geschützt, aber die Verpackung ist wesentlich flexibler als die herkömmlichen Plastikdosen. Die Adapter für die Schraubfilter habe ich in einer der Seitentaschen des Field Pouches untergebracht. Der Filterhalter mit montiertem 77mm-Ring findet auch noch im Hauptfach Platz. Im Reißverschlussfach habe ich dann noch ein Microfasertuch verstaut, das so vor Staub und Dreck geschützt ist.

Obwohl der Field Pouch jetzt mit einer relativ umfangreichen Filterausrüstung gefüllt ist, lässt sich die Tasche danke des flexibel schließbaren Deckels auf ein kompaktes Format komprimieren und nimmt so  nur relativ wenig Platz in der Fototasche weg.

Mein Fazit

Wie schon gesagt: ich liebe den Field Pouch. Ich mag die Haptik sehr. Der Stoff und die Polsterung ist auf ihre eigene Art sehr flexibel und fest zugleich. In meinen Augen genau die richtige Mischung aus Schutz und Flexibilität. Der Peak-Design Charcoal-Stoff hat eine tolle Maserung und gefällt mir sehr gut. Die Tasche ist durch den flexiblen Verschlussmechanismus sehr wandlungsfähig. Gerade für Taschen wie den Everyday-Messenger, der serienmäßig nur über relativ wenige Fächer verfügt, ist der Field Pouch eine extrem sinnvolle Ergänzung. Aber auch für sich genommen ist er eine tolle Tasche, wenn man z.B. neben der Kamera mit Objektiv auch noch zwei weitere kleinere Objektive und Akkus sowie weiteres Zubehör mitnehmen will und einem die normale Fototasche einfach zu groß ist. 

Aber auch ohne Fotoinhalt kann man die Tasche als Herrenhandtäschchen nutzen. Ich habe das schon gemacht und das ist tatsächlich ziemlich praktisch.

Soweit so gut. Gibt es denn überhaupt nichts zu kritisieren?

Doch! Eine Sache sollte man im Hinterkopf behalten: Die Befestigung des Gurtes ist hinten und nicht seitlich. Und wenn die Tasche nicht in der Minimalhöhe oder gar nicht geschlossen ist, verschiebt sich der Schwerpunkt, was schon einmal dazu führen kann, dass sich die Tasche "überschlägt" und der Inhalt herausfallen kann. Deshalb sollte man immer darauf achten, dass der Taschendeckel immer per Klett verschlossen ist. Dann passiert nichts, wenn sich die Tasche dreht. Das Festkletten lässt sich ja auch in Sekundenbruchteilen erledigen, man sollte es halt nur aus besagten Gründen nicht vergessen.

Produktvideo von Peak Design

Ockergelben im Luberon
Diese Review ist Teil einer Serie zum Thema Landschaftsfotografie in Südfrankreich. Ich werde in den kommenden Wochen folgende Ausrüstungsteile in einen Beiträgen näher beleuchten:

Außerdem werde ich zu einigen tollen Locations Fotos zeigen und Tipps geben.

4 Antworten

  1. […] Peak Design Field Pouch mit Filtertasche Mindshift Gear Filter Hive […]

  2. […] Peak Design Field Pouch mit Filtertasche Mindshift Gear Filter Hive […]

  3. Frank
    | Antworten

    Ich habe noch einen Nachteil: der Klettverschluss war bei mir nach einem Jahr ausgefranst und hielt nicht mehr.

    PeakDesign hat das getauscht ohne großes aufsehen und jetzt habe ich eine mit anderen Klett. Bin gespannt.

    Die alte werde ich mal neu mit Klett vernähen lassen, die wird auf keinen Fall weggeworfen! 🙂

  4. […] Review: Peak Design Field Pouch November 13, 2016 […]

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