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Review ThinkTANK Retrospective 7

Neues System, neue Tasche

Beruflich haben mir meine Domke J3 und meine Newswear Digital Chestvest über zehn Jahre treue Dienste geleistet. Nach dem Umstieg auf das Fujifilm X-Sytem, das ich in einem älteren Blogbeitrag schon einmal thematisiert habe, war es nun an der Zeit, mit auch eine neue Tasche anzuschaffen. Es sollte etwas kleines, unauffälliges und robustes sein, das den kleineren Dimensionen meiner Fuji-Ausrüstung gerecht wird. Nach längerer Suche und intensiver Recherche auf einer meiner Lieblinssseiten www.taschenfreak.de, ist die Wahl auf die Retrospective 7 von ThinkTANK gefallen. Und aus alter Gewohnheit sollte es die schwarze Variante sein. Ich benutze die Tasche inzwischen über ein Jahr und möchte euch nun an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

ThinkTANK Retrospective 7 von außen
ThinkTANK Retrospective 7 von außen

Die Retrospective 7 von Thinktank ist eine vergleichsweise kleine Schultertasche, die genau die richtigen Dimensionen für eine Systemkamera-Ausrüstung hat. Wie man aber bei anderen Fotografen sehen kann, passt auch eine DSLR-Ausrüstung oder sogar eine Mittelformatkamera hinein. Zur Auswahl stand auch die kleinere Variante, die Retrospective 5, doch da ich in der Tasche auch mein iPad unterbringen wollte, habe ich mich für die Retrospective 7 entschieden. Eine Entscheidung, über die ich mich schon oft gefreut habe. Anfang war die Tasche für mich heillos überdimensioniert, doch wie das immer so ist: Mit der Zeit wächst die Ausrüstung und dann ist irgendwann die Tasche wieder zu klein. Mit ihrem gewissen Retro-Charme, der sich nicht nur im Namen, sondern auch in einigen Designdetails niederschlägt, passt die Tasche in meinen Augen bestens zu den Retro-Kameras von Fuji.

Im Detail

Die schwarze Retrospective 7 besteht aus einem feineren, wasserabweisenden Stoff, während die Tasche in den Farben Pinestone und Blue Slate aus einem gröberen, bewusst gebraucht aussehenden Stoff besteht. Sie wird - typisch für Messenger-Taschen - mit einer großen Frontklappe verschlossen, die mit zwei großen Klettflächen verschlossen wird. Öffnet man die Tasche, so fällt einem zunächst die enorm große Fronttasche auf. Diese ist mit einem Stoffliegel gesichert, welcher aber durch eine Klettfläche auf der Innenseite der Tasche bei Nichtgebrauch befestigt werden kann. Im Innern der Fronttasche befindet sich an einer Lasche gesichert auch die ThinkTANK-typische "Duschhaube", eine Regenschutzhülle, die die ganze Tasche umschließt. Diese kann man auch entnehmen. In der Fronttasche ist wirklich jede Menge Platz. Sogar en großes DSLR-Gehäuse mit Batteriegriff findet hier problemlos Platz.

Im Deckel befinden sich die sog. Sound Silencer, womit man die Klettflächen abdecken kann, um die Tasche in leiser Umgebung geräuschlos öffnen zu können. Hier findet sich auch ein transparentes Fach für eine Visitenkarte oder ein Namensschild. Auf der Rückseite der Tasche befindet sich ein gepolstertes Fach, in dem ein iPad, ein Macbook Air 11" oder sogar das neue 12" Macbook Platz finden kann. Die Tasche wird mit einem Reißverschluss verschlossen.

An den Stirnseiten der Retrospective 7 findet man jeweils eine zusätzliche Tasche, wobei mir noch nicht wirklich viel eingefallen ist, was ich dort unterbringen will. Meist befindet sich darin nur die Schnellwechselplatte meines Stativkopfes. Durch die dort ebenfalls eingenähten Schlaufen lässt sich die Tasche bestens mit zusätzlichen Taschen oder z.B. Objektivköchern erweitern, falls es doch einmal im Innenfach zu eng wird.  

Der Schultergurt ist leider fest mit der Tasche vernäht und lässt sich nicht abnehmen. Zusätzlich gibt es noch einen Gurt, der als Taschengriff fungiert. Der verstellbare Schultergurt ist mit einem zusätzlichen, verschiebbaren Polster ausgestattet, das den Tragekomfort spürbar erhöht. Von innen ist das Schulterpolster mit Gummistreifen versehen, was ein Herunterrutschen der Tasche von der Schulter verhindert 

Die inneren Werte

Im gepolsterten Innenfach ist reichlich Platz für Kamera und Objektive. Die Tasche wird mit ausreichend Inneneinteilern geliefert, so dass jeder Fotograf eine für ihn passende Einteilung finden sollte. An den Stirnseiten befindet sich jeweils noch eine ungepolsterte und mit einer Klettlasche gesicherte kleine Innentasche, in der z.B. ein Blitzgerät oder Mini-Stativ Platz finden kann. Auf der Rückseite befindet sich eine weitere Innentasche, die über die gesamte Breite der Rückseite verläuft und mit einem Reißverschluss versehen ist.

Fazit

Meiner persönliche Einschätzung

Für mich ist die Retrospective 7 auch nach über einem Jahr Benutzung die ideale Tasche und ich habe noch keine bessere Alternative gefunden. Sie ist klein, leicht, unauffällig und sehr durchdacht ausgestattet. Die Verarbeitung ist absolut solide und die Materialien haltbar. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch lange Freude an dieser Tasche haben werde.

Pro

  • Material, Schnitt und Verarbeitung
  • Konzeption und Einteilung
  • sieht nicht wie eine typische Fototasche aus
  • Größe & Gewicht
  • gepolstertes Laptop/iPad-Fach
  • Regenschutz

Contra

  • keine Füße bzw. wasserabweisendes Material am Taschenboden
  • festgenähter Schultergurt
  • Das Hauptfach ist nicht mit einem Reißverschluss verschlossen. So muss man z.B. am Strand sehr aufpassen, dass kein Sand eindringt.

4 Antworten

  1. Herbert
    | Antworten

    Schöner Bericht.
    Ich glaube, dass ich mich au mal nach der Retrospective 7 umschaue.

    Aber noch eine andere Frage, womit hast Di die Handschlaufe am Gehäuse befestigt? Sind das Schnellwechseladapter?

    LG
    Herbert

  2. […] im Alltag als auch bei einer Hochzeit oder einem Kundentermin einsetzen kann. Ich bin mit meiner Thinktank Retrospective 7 in schwarz sehr zufrieden, doch leider passt keine Notebook hinein, und nach intensiver Benutzung sieht die […]

  3. […] ohne Rücksicht auf's Material waren mir diese Taschen schlichtweg zu schade. Auch meine Thinktank Retrospective 7 und 30 nicht das, was ich mit vorgestellt habe. Ich habe mir den Everyday Messenger von Peak […]

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